Naturschutzstation Biberhof TorgauAktuelles

23.05.19 BFD-Seminare in der NABU-Naturschutzstation Biberhof Torgau

Drittes Seminar 2019 befasst sich mit Waldökosystemen

Waldameisen sind ein wichtiges Schlüsselglied in Wald-Ökosystem - Foto: Jan Gregorczyk
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Waldameisen sind ein wichtiges Schlüsselglied in Wald-Ökosystem - Foto: Jan Gregorczyk

Das dritte, in diesem Jahr stattfindende Bfd-Seminar, befasste sich mit Waldökosystemen. Zum Einstieg unternahmen die Teilnehmer mit Stationsmitarbeiterin Christina Melzer eine kurze Exkursion zum Torgauer Ratsforst. An verschiedenen Stationen erhielten die Teilnehmer Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt eines Waldes beziehungsweise Forstes. Erste Station war ein betriebsamer Ameisenhaufen der roten Waldameise. Den Teilnehmern wurde erläutert, dass Ameisen ein Schlüsselglied für unser heimisches Waldökosystem darstellen und sie unentbehrlich für die Stabilisierung des ökologischen Gleichgewichts im Wald sind. Weiter ging es zu einem beeindruckenden Habitatbaum – einer abgestorbenen Kiefer mit unzähligen Spechtlöchern. Die Bedeutsamkeit von stehenden und liegenden Totholz für die Artenvielfalt des Waldes konnte hier anschaulich erklärt werden. Im Torgauer Ratsforst erhielt die Exkursionsgruppe Informationen zum Kiefernanbau und dem derzeitig zu beobachtenden Kiefernsterben. Auf dem gesamten Weg wurden außerdem im Vorbeigehen alle vorkommende Baumarten wie z. B die gerade herrlich blühende Robinie, den Teilnehmenden näher gebracht.

Durch die Informationstafel erhalten die Seminarteilnehmer eine Übersicht zum südwestlich vom Großen Teich gelegenem Exkursionsziel Torgauer Ratsforst. - Foto: Jan Gregorczyk
Bis zu zwei Meter hoch kann sich ein Hügel der Roten Waldameisen erheben, aufgeschichtet aus Pflanzenabfällen aus der Umgebung. - Foto: Jan Gregorczyk
Stehendes Totholz, wie die hier von Spechten durchlöcherte Waldkiefer, stellt wertvollen Lebensraum für zahlreiche holzbewohnende Arten zur Verfügung. - Foto: Jan Gregorczyk
Entdeckung am Wegesrand: Die eher selten in Deutschland angebaute nordamerkanische Pech-Kiefer (Pinus rigida). Eine Besonderheit der Art ist, dass sie am Stamm büschelige Adventivknospen ausbildet. - Foto: Jan Gregorczyk
Baumgemeinschaft: Die Robine (Robinia pseudoacacia) wird von einer Stiel-Eiche (Quercus robur) gestützt. - Foto: Jan Gregorczyk

Bundesfreiwilligendienstleistende Kerstin Steinert stellt die in Deutschland häufigste Nadelbaumart Fichte (Picea abies) vor. - Foto: Christina Melzer
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Bundesfreiwilligendienstleistende Kerstin Steinert stellt die in Deutschland häufigste Nadelbaumart Fichte (Picea abies) vor. - Foto: Christina Melzer

In der Naturschutzstation hielt im Anschluss Dieter Selter einen Vortrag mit faszinierenden Naturaufnahmen über die beeindruckende Wald-und Dünenlandschaft der Annaburger Heide, die sich sukzessive zum Wald entwickelt. Sie ist Lebensraum für viele selten gewordene Arten wie z. B. den Wiedehopf oder den Wolf. Es folgte ein Dokumentationsfilm über die Rückkehr des Europäischen Wolfes in die deutschen Wälder. Zum Abschluss des Seminars wurden die Teilnehmer selber aktiv. Mithilfe von Bestimmungsliteratur erarbeiteten sie sich die wichtigsten Merkmale einer Baumart und stellten sie der Gruppe vor.

Das nächste BFD - Seminar in der Naturschutzstation ist am 20. Juni 2019 geplant, Thema Vogelschutz.

Das komplette Seminarangebot 2019 steht hier zum Download bereit:

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