Amphibienzaun Abbau
Ergebnisse Prudel Döhlen und Lausa
Prudel-Döhlen (28.2 – 27.4)
Im Beobachtungszeitraum wurden insgesamt 77 Knoblauchkröten sowie weitere Tierarten wie Blindschleichen, Eidechsen und Teichmolche erfasst. Damit liegt die Zahl der nachgewiesenen Individuen deutlich unter den Ergebnissen der Vorjahre, in denen regelmäßig höhere Bestände beobachtet werden konnten. Als mögliche Ursachen für diesen Rückgang kommen vor allem die ungünstigen Witterungsbedingungen in Betracht. Insbesondere anhaltende Trockenheit sowie wiederkehrende Nachtfröste während der Hauptwanderzeit könnten die Aktivität der Tiere eingeschränkt und ihre Wanderbewegungen verzögert oder ganz verhindert haben. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass sich auch langfristige Veränderungen der Lebensräume, etwa durch sinkende Feuchtigkeit in den Böden oder strukturelle Eingriffe, negativ auf die Population ausgewirkt haben. Eine weitere Beobachtung der Entwicklung in den kommenden Jahren wird notwendig sein, um diesen Trend genauer einordnen zu können.
Taura–Lausa (3.3 – 29.4)
An diesem Standort konnten im gleichen Zeitraum insgesamt 641 Erdkröten sowie weitere Amphibienarten dokumentiert werden, was auf eine vergleichsweise stabile Population hindeutet. Die hohe Anzahl an Tieren verdeutlicht die Bedeutung dieses Gebietes als wichtigen Wanderkorridor und Fortpflanzungsraum für Amphibien. Gleichzeitig zeigt sich, wie essenziell die bestehenden Schutzmaßnahmen sind: Ohne den Einsatz von Amphibienzäunen und die begleitende Betreuung würden zahlreiche Tiere beim Überqueren der angrenzenden Straßen dem Verkehr zum Opfer fallen.
Die kontinuierliche Pflege und Kontrolle dieser Schutzanlagen sowie das Engagement der Helferinnen und Helfer tragen maßgeblich dazu bei, die Verluste zu minimieren und den Bestand langfristig zu sichern.
Auch künftig bleibt es daher wichtig, die Maßnahmen aufrechtzuerhalten und gegebenenfalls weiter auszubauen, um den Amphibienschutz nachhaltig zu gewährleisten.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer, sowie an den Sachsenforst für eure Unterstüzung!

