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Sanierung heimischer Gehölze

Kopfweidenschnitt im Trossiner Teichgebiet

geschnittene Kopfweide - Foto: Dieter Selter
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geschnittene Kopfweide - Foto: Dieter Selter

Ende Februar konnten bei frühlingshaften Temperaturen und Tauwetter auf den NABU-eigenen Flächen an den Trossiner Teichen zwei Kopfweiden geschnitten werden. Bereits seit ein paar Jahren wurden die Weiden nicht mehr verschnitten. Kopfweiden haben eine sehr hohe ökologische Bedeutung, da sie einer Vielzahl an Arten den optimalen Lebensraum bieten. Sie neigen dazu, Baumhöhlen zu bilden und Mulmschichten zu besitzen. Die Höhlen werden vor allem durch höhlenbrütende Vogelarten, wie den Wiedehopf oder den Gartenrotschwanz, besiedelt. Durch die meist großen Durchmesser existiert sowohl härteres als auch weicheres Totholz und genügend Platz für die mehrjährigen Larvenphasen verschiedener Käfer. Ebenfalls ist eine hohe Anzahl an Holzpilzen an und in Kopfweiden zu finden. Doch auch Säugetiere wie die Fledermaus präferieren Kopfweiden als Sommerquartier. Neben den Käfern sind auch viele weitere Insekten wie Ameisen und Schmetterlinge positiv durch das Vorhandensein von Kopfweiden beeinflusst.
Daran ist ablesbar, dass jede einzelne Kopfweide einen hohen ökologischen Wert hat und wenn möglich zu erhalten ist. Umso älter die Kopfweiden werden, desto vielfältiger werden ihre Biotopeigenschaften.

Die Durchführung der Pflege wurde finanziell unterstützt über die Richtlinie Natürliches Erbe.



Monique Altmann


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